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Internationale Verhaltensregeln für die Werbepraxis

Richtlinien

Gute Sitten

Artikel 1
Die Werbung soll in Text und Bild nichts enthalten, was gegen die allgemein anerkannten guten Sitten verstößt.

Redliche Werbung

Artikel 2
Die Werbung soll nicht das Vertrauen oder den Mangel an Erfahrung oder Kenntnissen des Verbrauchers missbrauchen.

Artikel 3
1. Die Werbung soll nicht ohne rechtfertigenden Grund Angstgefühle nutzen oder wecken.
2. Die Werbung soll nicht den Aberglauben ausnutzen.
3. Werbeaussagen dürfen nichts enthalten, was Gewalttaten fördert oder sie unterstützt.
4. Die Werbung soll jede Diskriminierung aufgrund der Rasse, der Religion oder des Geschlechts vermeiden.

Wahre Werbung

Artikel 4
1. Die Werbung soll in Text und Bild nichts enthalten, was unmittelbar oder durch Andeutungen, Weglassungen, Doppeldeutigkeiten oder übertriebene Tatsachenbehauptungen geeignet ist, den Verbraucher irre zu führen, insbesondere im Hinblick auf:

a. geschäftliche Verhältnisse, wie z. B. Beschaffenheit, Zusammensetzung, Herstellungsart, Herstellungszeitpunkt, Nützlichkeit, Verwendbarkeit, geschäftliche oder geographische Herkunft
b. den Wert des Erzeugnisses und den tatsächlich zu bezahlenden Gesamtpreis
c. andere Zahlungsbedingungen wie Mietkauf, Leasing, Ratenkauf und Kreditkauf (siehe: Besondere Vorschriften b)
d. Ablieferung, Umtausch, Rückgabe, Nachbesserung und Kundendienst
e. Garantiebedingungen (siehe: Besondere Vorschrift a)
f. Urheberrecht und gewerbliches Schutzrecht wie Patente, Gebrauchsmuster, Geschmacksmuster und Warenzeichen;
g. offizielle Anerkennung oder Empfehlung, Gewährung von Medaillen, Preisen und Diplomen
h. das Ausmaß für Unterstützung für wohltätige Zwecke

2. Die Werbung soll Forschungsergebnisse oder Zitate aus fachlichen und wissenschaftlichen Veröffentlichungen nicht missbrauchen. Statistiken sollen nicht so dargestellt werden, als wenn sie größeren Aussagewert als vorhanden besäßen. Wissenschaftliche Fachausdrücke sollen nicht missbraucht werden; wissenschaftliche Ausdrucksweisen und scheinwissenschaftliche Begriffe sollen nicht für den Zweck verwendet werden, Tatsachenbehauptungen einen wissenschaftlichen Charakter zu geben, den sie nicht besitzen.

Vergleiche

Artikel 5
Werbemaßnahmen, die Vergleiche enthalten, sind so zu gestalten, dass für den Vergleich im Rahmen der Grundsätze des lauteren Wettbewerbs hinreichende Veranlassung besteht und der Vergleich nicht zur Irreführung geeignet ist. Einzelangaben des Vergleichs dürfen nicht in wettbewerbswidriger Weise ausgewählt werden; sie müssen auf Tatsachen beruhen, die erläutert werden können.

Gutachten und Zeugnisse

Artikel 6
Die Werbung soll Gutachten oder Zeugnisse nur dann enthalten oder auf sie Bezug nehmen, wenn sie echt und durch die Erfahrungen ihrer Urheber gerechtfertigt sind. Gutachten oder Zeugnisse, die inhaltlich veraltet oder aus anderen Gründen nicht mehr brauchbar sind, sollen nicht verwendet werden.

Herabsetzende Bezugnahme (Anschwärzung)

Artikel 7
Die Werbung soll weder direkt noch indirekt herabsetzende Bezugnahmen auf Unternehmen, industrielle oder kommenzielle Tätigkeiten / Berufe oder Erzeugnisse enthalten, weder durch Verdächtigungen oder durch Verächtlichmachung oder in ähnlicher Weise.

Schutz des Privatlebens

Artikel 8
In der Werbung sollen ohne vorherige Erlaubnis Personen in ihrer privaten oder öffentlichen Funktionen nicht abgebildet oder durch sonstige Bezugnahme erwähnt werden; in Werbemaßnahmen darf das Eigentum anderer Personen nicht zu dem Zweck abgebildet oder erwählt werden, um den Eindruck persönlicher Unterstützung herbei zu führen.

Anlehnende Werbung

Artikel 9
1. In der Werbung soll der Name oder die Bezeichnung anderer Unternehmen, Gesellschaften oder Institutionen nicht in unberechtigter Weise verwendet werden.
2. Die Werbung soll den guten Ruf von Namen einer Person oder Bezeichnungen und Kennzeichen anderer Unternehmen und ihrer Erzeugnisse sowie den von anderen durch eine Werbekampagne erworbenen Ruf nicht als Vorspann für eigene wirtschaftliche Zwecke ausnutzen.

Nachahmung

Artikel 10
1. In der Werbung sollen Layout, Text, Slogans, bildliche Darstellungen, Musik und Geräuscheffekte usw. anderer Werbeeinschaltungen nicht in einer Weise nachgeahmt werden, die zur Irreführung oder Verwechslung geeignet ist.
2. Hat ein internationaler Werbungtreibender eine markante Werbekampagne in einem oder mehreren Ländern eingeführt, sollen andere Werbungtreibende seine Werbekampagne in den anderen Ländern, in denen er tätig ist, nicht sklavisch nachahmen, und ihn so daran hindern, seine Kampagne innerhalb einer angemessenen Frist auf diese Länder auszuweiten.

Erkennbarkeit der Werbung

Artikel 11
Alle Werbemaßnahmen, gleichgültig in welcher Form oder in welchem Werbeträger sie veröffentlicht werden, sollen als solche klar erkennbar sein; werden sie in Werbeträgern veröffentlicht, die gleichzeitig Nachrichten und Meinungen publizieren, sollen sie so gestaltet oder gekennzeichnet sein, dass sie klar als Werbeeinschaltung erkannt werden können.

Sicherheitsrücksichten

Artikel 12
Die Werbung soll nicht ohne rechtfertigende Gründe der Erziehung oder Fürsorge Abbildungen oder Texte in Bezug auf gefahrenverursachende Unsitten oder Situationen enthalten, die Sicherheitsrücksichten außer Acht lassen. Bei der Werbung gegenüber Kindern oder bei der Werbung unter Abbildung von Kindern oder Jugendlichen ist besonders vorsichtig zu verfahren.

Kinder und Jugendliche

Artikel 13
1. Die Werbung soll sich nicht die natürliche Leichtgläubigkeit der Kinder oder den Mangel an Erfahrung von Jugendlichen zu Nutze machen oder ihr Anhänglichkeitsgefühl ausnutzen.
2. Werbung, die sich an Kinder und Jugenliche wendet, soll in Text und Bild nichts enthalten, was geeignet ist, ihnen geistigen, moralischen oder physischen Schaden zuzufügen.

Obliegenheiten

Artikel 14
Es obliegt dem Werbungstreibenden, dem Werbefachmann oder der Werbeagentur und dem Verfügungsberechtigten über das Werbemedium, die in diesen Verhaltensregeln aufgestellten Vorschriften zu beachten: a. Den Werbungtreibenden trifft diese Obliegenheit für seine Werbung im allgemeinen.

Jeder, der in einem Unternehmen der vorgenannten drei Gruppen tätig ist und an der Planung, Gestaltung, Veröffentlichung oder Weiterverbreitung einer Werbemaßnahme beteiligt ist, soll im Rahmen seiner, durch seine Stellung charakterisierten Obliegenheiten für die Einhaltung der in diesen Richtlinien nieder gelegten Verhaltensregeln sorgen und dem entsprechend handeln.

Artikel 15
Die Obliegenheit zur Betrachtung der Richtlinien umfasst die Werbung nach Form und Inhalt in ihrer Gesamtheit einschließlich der in der Werbung enthaltenen Gutachten und Tatsachenbehauptungen oder bildlichen Darstellungen aus anderen Quellen. Die Tatsache, dass Formen und Inhalt ganz oder teilweise aus anderen Quellen stammen, kann nicht als Entschuldigung für die Nichteinhaltung der Regeln angesehen werden.

Artikel 16
Eine den Richtlinien zuwiderlaufende Werbemaßnahme kann nicht dadurch gerechtfertigt werden, dass der Werbungstreibende oder der für ihn Handelnde den Verbraucher in der Folgezeit zutreffend unterrichtet.

Artikel 17
Beschreibungen, Tatsachenbehauptungen oder Abbildungen, die sich auf überprüfbare Tatsachen beziehen, müssen erläutert werden können. Werbungstreibende sollen die Erläuterungen verfügbar haben, um unverzüglich vor der für die Anwendung der Richtlinien verantwortlichen selbstdisziplinären Einrichtung hierfür den Beweis antreten zu können.

Artikel 18
Werbungtreibende, Werbeagenturen, Werbefachleute, Verleger und sonstige Verfügungsberechtigte über Werbeträger sollen sich nicht an der Veröffentlichung von Werbeeinschaltungen beteiligen, die von der zuständigen selbstdisziplinären Einrichtung, die diese Regeln anwendet, missbilligt werden.

Anwendung

Artikel 19
Diese selbstdisziplinären Verhaltensregeln sollen bei gegebenem Anlass national durch zu diesem Zweck geschaffene Gremien und international durch die Internationale Schiedsstelle der ICC für die Maketingpraxis angewendet werden.

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© Wirtschaftskammer Tirol Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation

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