Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation

Meinhardstr. 14 | 6020 Innsbruck
Tel.: 0590905-1280 | Fax: -1411
helmuth.schranz@wktirol.at

Die ideale Werbeagentur finden

Einige nützliche Regeln für die Partnersuche.

 

Nicht von schönen Worten blenden lassen!

Wer glaubt, dass eine gelungene Präsentation automatisch eine gedeihliche Zusammenarbeit nach sich zieht, kann sich auch täuschen. Der Grund dafür lässt sich rasch erklären: Bei Wettbewerbspräsentationen stehen fertige Lösungsvorschläge zur Diskussion und nicht die Umgangsformen und die Arbeitsweise der handelnden Personen.

 

Gute Agenturen sind neugierige Agenturen

Die entscheidende Phase einer Präsentation ist das Briefing, also jene Gespräche, bei denen der Firmenchef oder Marketingleiter einer Agentur die Aufgabenstellung erläutert. Kluge Auftraggeber sondieren bereits in dieser Vorstufe sehr genau, wie der mögliche künftige Berater an eine Sache herangeht. Von der Qualität eines Briefinggesprächs lassen sich von beiden Seiten recht zuverlässige Rückschlüsse auf den Stil der künftigen Zusammenarbeit ziehen.

 

Arbeitsmuster sind nur Anhaltspunkte

Viele Unternehmer lassen sich beim ersten Kontakt gern Arbeitsmuster der Agentur, vorzugsweise aus der eigenen Branche, vorlegen. Dabei gewinnt man zwar einen Eindruck von den grafischen Fähigkeiten und dem "Stil" der Agentur, sollte aber keine Rückschlüsse auf deren tatsächliche Leistungsfähigkeit ziehen. Warum nicht? - Weil Werbemittel auch die Handschrift des Auftraggebers tragen und weil gerade junge Kreative oft erst wenige große Aufträge vorweisen können. Auch Hermann Maier wurde von den Talentesuchern des ÖSV im ersten Anlauf "übersehen".

 

Wer feilscht, senkt die Einsatzbereitschaft

Eine Zusammenarbeit, die gleich damit beginnt, dass der Auftraggeber um ein möglichst niedriges Agenturhonorar feilscht (noch ehe er die Leistungen seines möglichen Partners beurteilen konnte), ist selten von langer Dauer. Besser ist es, vorher festzulegen, wie viel man für die zugekaufte Leistung bzw. für eine Maßnahme oder eine Kampagne ausgeben kann und will. Feilschen demotiviert Kreative und verleitet sie dazu, auch bei ihrem Einsatz zu sparen.

 

Kreativpartner in der richtigen Größenordnung

Wie es große und kleine Werbebudgets gibt, gibt es auch große und kleine Agenturen. In der Regel bewährt es sich, wenn die Größenverhältnisse einigermaßen zueinander passen. Restaurants oder kleine Gewerbebetriebe sind mit einer kleinen, aber feinen regionalen Agentur meist besser dran. Bei Etats über 300.000 Euro kann es von Vorteil sein, einen größeren Partner zu wählen.

 

Wer Beratung will, darf nicht nur Umsetzer suchen

In kleinen und mittelständischen Unternehmen ist der Chef oft auch sein eigener Marketing-, PR- und Werbeleiter. Sofern er nicht selbst über profunde einschlägige Kenntnisse verfügt, entscheidet er sich am besten für eine Agentur, die nicht nur ein ausführendes Organ ist. KMUs sollten auf professionelle Beratung in Fragen des Marketing und der Öffentlichkeitsarbeit nicht verzichten.

 

Wo der Respekt fehlt, fehlt auch das Vertrauen

Je länger eine Zusammenarbeit dauert, desto näher kommen sich die Partner persönlich und desto mehr will man sich auf einander verlassen. In der Marktkommunikation sind viele subjektive Entscheidungen spontan zu treffen. Da braucht es eine gesunde Vertrauensbasis. Wenn Kunden und Berater Respekt vor einander haben und jeder die Kompetenz des anderen anerkennt, werden sie auch in strittigen Fällen mit einander "können".

 

Selbstdarstellung lässt auf vieles schließen

Ein kahlköpfiger Friseur kann ein wahrer Meister der Haarkunst sein. In der Werbung sind solche Widersprüche selten. Die Selbstdarstellung einer Agentur sagt viel über die Art und Weise aus, wie dort gearbeitet wird. Übrigens: Eigenpräsentationen kann man von jeder Werbeagentur unentgeltlich erwarten.


zurück zum Wegweiser

 

HOME | FACHGRUPPE | THINK TRAIN | TIROLISSIMO | KALENDER | NEWS
© 2010 Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation | Impressum