Begriffe aus dem modernen Marketing
Ambient Advertising
(engl. für: umgebende Werbung) Bezeichnung für Werbebotschaften, die sich außerhalb der typischen Werbeträger präsentieren. Dazu gehören beispielsweise Anzeigen auf Toiletten-Deckeln,Werbung auf den Griffen von Einkaufswagen oder auf Parkscheinen, Eintrittskarten usw.
Brand Recognition Code
Markenerkennungscode. Marken werden bereits auf Grund einzelner Elemente wiedererkannt. Marlboro z.B. an der Farbe Rot mit weißem Keil, Adidas an den weißen Streifen. Der Erkennungsgrad ist nicht nur von Farben und Formen abhängig, sondern auch von Sprache, Geruch oder Musik. Die Etablierung eines Brand Recognition Codes benötigt Kontinuität und Konsequenz.
Customer Relationship Marketing (CRM)
Elektronisch unterstützte Pflege der Kundenbeziehung. CRM-Systeme schaffen die Voraussetzungen für das Sammeln und Analysieren von kundenbezogenen Daten, z. B. Kaufverhalten, berufliche Stellung oder Einkommen. Daraus werden Strategien entwickelt, die die Kundenzufriedenheit erhöhen und langfristig die Kundenbindung stärken sollen.
Guerrilla Marketing
Bezeichnung für Marketing mit geringem Mitteleinsatz. Voraussetzung ist das Auffinden eines spezifischen Marktsegments. Das Unternehmen konzentriert sich auf einzelne Produkt- und Zielgruppen, setzt außergewöhnliche Vertriebskanäle ein oder nimmt eine geografische Begrenzung vor. Die Guerrillamarketer gewinnen Schritt für Schritt Marktanteile, ohne dabei die Marktführer allzu früh auf sich aufmerksam zu machen.
Imagetransfer
(Image = Bild, Vorstellung von einem Unternehmen oder einer Marke) Eine Übertragung des Image findet bei Produkten meist unter Verwendung einer bereits gut eingeführten Marke statt. Das neue Produkt profitiert dann vom positiven Image der bekannten Marke. Eine beliebte Methode zum Imagetransfer ist das Sponsoring im Sport-, Kultur- und Sozialbereich.
Mee too
(engl. für: ich auch) Nicht nur erfolgreiche Menschen sind Vorbilder, auch erfolgreiche Produkte. Plagiate versuchen, an das Original anzuknüpfen. Kopiert werden dabei je nach rechtlichem Spielraum das Produkt selbst, der Name, das Design oder auch die Werbung bzw. einzelne Stilmittel der Marktkommunikation.
Merchandising
(engl. für: auf den Markt bringen) Merchandising ist die Weiterverwertung bekannter Charaktere und Symbole durch den Verkauf von Handelswaren, z. B. bedruckte T-Shirts, Spielsachen, etc. Insbesondere in der Filmbranche praktizierte Methode, einen Teil der Produktionskosten schon vor dem Kinostart einzuspielen. Starken Marken (z. B. Coca Cola, Ferrari) können selbst die Rolle der Filmfigur bzw. des Stars einnehmen.
One-to-One-Marketing
Zielgenaue Ansprache einzelner Menschen, zum Beispiel übers Internet. Der Erfolg hängt von einer ausgezeichneten Datenbank und einer guten Auswertung der Konsumentendaten ab. Der Internet-Medienhändler "amazon" hat in diesem Bereich neue Maßstäbe gesetzt, indem die Daten der Kunden bereits über den Bestellvorgang vollautomatisch erfasst werden. One-to-one-Marketing wird auch in Callcentern umgesetzt.
Permission Marketing
(engl.: Erlaubnismarketing) Form des Marketing, bei dem der Verbraucher die Erlaubnis gibt, ihn mit Informationsmaterial zu versorgen. Permission Marketing muss drei Voraussetzungen erfüllen: Die Werbebotschaft wird erwartet, sie ist personalisiert und für den Empfänger von Bedeutung. Beispiele sind ein abonnierter Newsletter übers Internet oder eine von Kunden bestellte Kundenzeitschrift seines Lieferanten.
Teaser
(engl.: Anreißer, Heißmacher) Ein Appetitmacher auf Information, bei dem noch nicht ersichtlich ist, für welches Produkt geworben werden soll. Das Rätsel in der ersten Werbebotschaft soll Neugier und Interesse wecken. Teaser und Auflösung können zeitlich auch mehrere Tage oder Wochen auseinander liegen Eingesetzt werden Teaser in fast allen Medien, insbesondere in der Plakat- und Anzeigenwerbung, bei Radio- und TV-Spots und bei (mehrstufigen) Direct Mails.
Virales Marketing
Marketingansatz, bei dem die Werbebotschaften so lanciert werden, dass sie sich wie ein Virus von selbst verbreiten. Diese Methode hat durch die neuen Möglichkeiten der "Mundpropaganda" mittels E-Mail, Internet- Chat und SMS an Bedeutung gewonnen. Virales Marketing ist nur zum Teil steuerbar, manche Massenerfolge ergeben sich zufällig.



