Wenn sich die Ohren ein Bild machen
So gut sich der Text für einen Hörfunkspot auf dem Papier lesen mag, so holprig und unverständlich kann er letztlich im Radio wirken. Für das Radio gilt – ähnlich wie für das Plakat: In wenigen Sekunden ist alles vorüber. Texte zum Zuhören müssen immer einfacher sein als Texte zum Lesen. Lassen Sie sich „um den heißen Brei herum“ redende Politiker ein warnendes Beispiel sein und bleiben Sie verständlich!
Auch Hörfunkwerbung wird beiläufig konsumiert. Noch dazu wird sie zumeist in sogenannten „Blöcken“ ausgestrahlt, wo sich Werbespot an Werbespot reiht und manche (unfreiwillig) berieselte Radiohörer zumindest geistig „abschalten“. Umso wichtiger ist es, bei der akustischen Gestaltung des Spots den Hörer gleich in den ersten Sekunden akustisch zu fesseln, damit er der Werbeaussage folgt.
Die selten volle Aufmerksamkeit der Hörer und die zeitliche Limitierung mit meist 20 bis 30 Sekunden machen eine Beschränkung auf das wirklich Wichtige nötig. Manche Werbetreibenden haben das Gefühl, in „ihrem“ Spot alles Erdenkliche transportieren zu müssen und erreichen das Gegenteil: Auf Grund der Fülle der Information ist der Empfänger nicht mehr in der Lage, die Kernbotschaft zu verstehen. Weniger ist auch beim Hörfunkspot mehr.
Tonstudios verstehen es, aus guten Spot-Ideen Mini-Hörspiele zu machen. Dazu gehört natürlich mehr als Sprecher mit sympathischen Stimmen. Mit klug gesetzten Musikelementen, spannenden Geräuschen und verschiedensten akustischen Effekten ist Hörfunkwerbung im Idealfall ein Hörgenuss, der das Publikum sogar unterhält.
Radio ist nicht gleich Radio. Die – bislang nur regional zu empfangenden – Privatsender haben die österreichische Radiolandschaft belebt. So gibt es jetzt eine Reihe von Möglichkeiten, zu verschiedenen Tarifen unterschiedliche Zielgruppen in unterschiedlichen Programmumfeldern zu erreichen. Detaillierte Informationen über die Reichweiten zu verschiedenen Tageszeiten erleichtern die Auswahl des Mediums.



