Tirol soll zum Kreativland werden

Wie so vielem anderen auch, machte COVID-19 dem ursprünglich geplanten Präsentationstermin im März einen Strich durch die Rechnung. Am Dienstag, den 28.07.2020 war es dann aber soweit: Die kreativland.tirol-Projektleitung und die Initiatoren stellten im WEI SRAUM und via Facebook-Livestream das Konzept der Öffentlichkeit vor. Der Grundtenor lautet: Tirol soll und muss ein Kreativland im wahrsten Sinne des Wortes werden. 

Tirol als Ökosystem für Kreativität

KLT-Projektleiterin Stefanie Höllinger (Standortagentur Tirol), sowie die kreativland.tirol-Initiatoren Tom Jank (Fachgruppenobmann der Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation Tirol) und Kurt Höretzeder (WEI SRAUM) präsentierten die Intentionen, Ziele und erste Projekte. Der neu gegründete „Cluster kreativland.tirol“ hat das Ziel, die Kreativwirtschaftsbranche bestmöglich zu vernetzen und gemeinsame Potenziale zu nutzen. Denn der Druck auf Unternehmen, immer innovativer zu werden, bedingt professionelle Kreativprozesse und die Wertschätzung kreativer Leistungen. Tom Jank: „Die Kreativwirtschaft ist ein unverzichtbarer Impulsgeber für Wirtschaft und Gesellschaft im Land.  Tirols Kreativlandschaft hinkt bis dato im Österreich-Vergleich hinterher. Das kreativland.tirol soll und muss das ändern, unsere Vision ist es, ein Ökosystem der Kreativität zu schaffen. “

Vier Säulen. Eine kreative Vision.

Erreicht werden soll dies durch vier Leitprojekte: Kreativpakt, Kreativhub, Kreativfestival und Kreativquartier(e). Der Kreativhub versteht sich als zentrale Anlaufstelle, die ab Jänner 2022 die Umsetzung aller Maßnahmen steuern soll, als Vorbilder dienen dabei Strukturen wie die Creative Region Linz & Upper Austria, departure in Wien oder Creative Industries Styria in der Steiermark. Als offizielle „Geburtsstunde“ für diese zentrale Tiroler Kreativagentur wurde der Jänner 2022 ins Auge gefasst. 

Die so genannten Kreativquartiere forcieren die Etablierung einer kreativen Denk- und Arbeitskultur auch und besonders im ländlichen Bereich. Kurt Höretzeder: „Das kreativland.tirol soll bis in die hintersten Täler getragen werden.“

Als dritter Fixstern steht ein Kreativfestival als Impulsgeber für Kreativität im gesamten Alpenraum. Als Vorbild nennt Tom Jank etwa die Vienna Design Week. Die Initiatoren streben an, das gesamte Land Tirol mit diesem Festival zu bespielen und es abwechselnd mit dem Landeswerbepreis „Tirolissimo“ alle zwei Jahre stattfinden zu lassen. 

Last but not least bildet der so genannte Kreativpakt einen zentralen Punkt des Netzwerkes, der als crossmediale Initiative Kreative wie Wirtschaftstreibende aufruft, sich für mehr Wertschätzung, Sichtbarkeit und Bedeutung der heimischen Kreativlandschaft einzusetzen. Mit allen Kräften. Denn gerade jetzt werden Innovations- und Transformationskräfte gebraucht wie nie zuvor. 

Cluster-Leiterin Stefanie Höllinger: „Tirol steckt voller kraftvoller und kreativer Ideen. Mit dem Cluster kreativland.tirol können wir diese gezielt bündeln und sowohl für die Unternehmen als auch für den Wirtschafts- und Lebensraum Tirol vorantreiben.“ Das kreativland.tirol kann in den nächsten eineinhalb Jahren auf ein Budget von 250.000 Euro zugreifen, die Gelder kommen von der Standortagentur Tirol und der Wirtschaftskammer Tirol.

Die Liveübertragung der gesamten Veranstaltung gibt’s hier als Video zum Nachschauen. 

Foto: Standortagentur Tirol