Gestaltungswettbewerb Website kreativland.tirol

Call for Entries: Gestaltungswettbewerb Website »kreativland.tirol«

Ab sofort kann man sich im Rahmen eines offenes Bewerbungsverfahrens für den Gestaltungswettbewerb* »Website »kreativland.tirol«« mit einem Portfolio bewerben. 

Deadline ist der Donnerstag, 19. November!

Die Kreativwirtschaft in Tirol weiter voranbringen und das Land zu einem kreativen Kraftzentrum im alpinen Raum zu machen – dafür steht der Cluster »kreativland.tirol« der Standortagentur Tirol GmbH. Um die vielfältigen Anliegen zu kommunizieren und der Kreativbranche des Landes insgesamt zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen, soll die neu zu konzipierende »kreativland.tirol«-Website zur zentralen Kommunikations- und Informationsplattform des Projekts werden.

Aufgerufen zum Ideen- und Gestaltungswettbewerb sind Web-Agenturen und Gestaltungsbüros aus Tirol, die anhand des Bewerbungs-Portfolios ihre einschlägige Erfahrung in der Konzeption und Umsetzung größerer Websiteprojekte nachweisen und die Umsetzung der grundlegenden Teile dieses Projekts bis Ende Mai 2021 garantieren können.

Interesse an der Teilnahme? – Dann jetzt bewerben und bis spätestens Donnerstag, 19. November 2020, 16 Uhr das Bewerbungs-Portfolio einschließlich Agentur-Kurzportrait schicken. Weitere Infos dazu hier.  

Termine:

  • Einreichfrist Call for Entries: Donnerstag, 19. November 2020, 16 Uhr
  • Bekanntgabe der drei geladenen Teilnehmer*innen: Dienstag, 24. November 2020
  • Re-Briefing: Mittwoch, 02.12.2020, 14–16 Uhr
  • persönliche Präsentation: Freitag, 29. Jänner 2021, 13:30–18:00 Uhr

 

* Vergaberechtlich handelt es sich um einen geladenen Wettbewerb gemäß § 32 Abs 7 Bundesvergabegesetz 2018 (BVergG). Auftraggeber: Standortagentur Tirol GmbH, Ing.-Etzel-Str. 17, 6020 Innsbruck

Joseph Binder Award 2020: Erfolg für Tirol

13 Kategorien. 534 TeilnehmerInnen aus 46 Ländern. 1.029 Einreichungen. Und zwei Gewinnerinnen aus Tirol! Wir gratulieren Angie Reisinger und Weiberwirtschaft zum Joseph Binder Preis 2020. 

Die Siegerprojekte des einzigen international ausgeschriebenen österreichischen Designwettbewerbs für Grafikdesign & Illustration stehen fest.Die Bestenauswahl herausragender Werke von GrafikerInnen und IllustratorInnen aus der heimischen und internationalen Designszene wurden am 12. November 2020 im Award Film über den YouTube-Kanal von designaustria verkündet. Der Film steht auch weiterhin als Stream zur Verfügung. Alle zwei Jahre vergibt designaustria die begehrten Joseph Binder Trophäen. Allen Umständen, die die Covid-19-Pandemie mit sich brachte, zum Trotz zeichnet sich der Joseph Binder Award 2020 durch die bislang höchste Zahl an Einreichungen heimischer und internationaler Kreativschaffenden aus. Umso erfreulicher, dass sich auch zwei Projekte aus Tirol eine der Trophäen sichern konnten:  

Das Innsbrucker Designstudio Angie Reisinger sicherte sich mit dem Mailing für Almut von Wildheim den Award in der Kategorie "Kommunikationsdesign". Die Weiberwirschaft holte sich eine Auszeichnung in der Kategorie "Medienillustration" für das letztjährige Magazincover des WEI SRAUM-Programmheftes. Wir gratulieren ganz herzlich! 

Und last but not least: Das Corporate Design des Joseph Binder-Award 2020 stammt von ICARUS creative. 

Alle Preisträger und weitere Infos findet ihr hier

Förderung Umsatzersatz für Eventagenturen

11.11.20: Neue Infos zur Richtlinie zum Umsatzersatz

Die Verordnung über die Gewährung eines Umsatzersatzes und die darauf basierenden Richtlinien des Finanzministeriums haben einen ganz engen Geltungsbereich, in denen die direkt hauptbetroffenen Branchen abschließend aufgezählt werden. 

Die entsprechenden Förderrichtlinien erwähnen abschließend folgende Branchen: 

  • Messe-, Ausstellungs- und Kongressveranstalter (N 82.30-0)
  • Veranstaltung von Clubbings, Shows und ähnlichen Freizeitevents (93.29-0)

Die Richtlinien definieren den Geltungsbereich (sogn. begünstigte Unternehmen), der vom Lockdown direkt betroffenen Branchen. Für die Einstufung als begünstigtes Unternehmen ist der entsprechende OENACE-Code ausschlaggebend. Diese Einstufung orientiert sich an der jeweiligen Gewerbeberechtigung und auf dieser Basis darauf, welche Codes in den Steuererklärungen angegeben wurden.

Anmerkung: Werbeagenturen und Werbearchitekten (M 73.11-1) fallen grundsätzlich NICHT unter den Geltungsbereich der VO und der Richtlinien. Sie sind in der Regel „nur“ indirekt von der Schließung betroffen.

Für indirekt betroffene Mitgliedsbetriebe im Bereich Werbung soll noch im November eine adäquate Hilfe über den Fixkostenschuss II erfolgen. Derzeit finden Verhandlungen mit dem BM Finanzen und der Europäischen Kommission über eine Lösung und eine gleichwertige Entschädigung für die indirekt betroffenen Betriebe statt.

 Wie kommen Sie zu diesem OENACE-Code:

Die ÖNACE 2008 ist eine Klassifikation der Wirtschaftstätigkeiten, die in erster Linie für statistische aber auch für administrative Zwecke wichtig ist. Weiterführenden Informationen zum Aufbau bzw Verwendung der ÖNACE finden Sie auf der Homepage der WKÖ Statistik hier.

Der ÖNACE Code selber wird entsprechend dem Bundesstatistikgesetzt ausschließlich von Statistik Austria an Unternehmen vergeben. Dem Unternehmen wird der ihm zugewiesene ÖNACE Code im Anschluss durch die Klassifikationsmitteilung postalisch bekanntgegeben. Diese enthält aus Platzgründen ausschließlich die Haupttätigkeit des Unternehmens. Etwaige Nebentätigkeiten sind über die Homepage von Statistik Austria abrufbar. Der Zugangscode befindet sich in der per Post zugestellten Klassifikationsmitteilung. Sollten die Unternehmen die Klassifikationsmitteilung nicht mehr bei der Hand haben bzw. wenn keine Klassifikationsmitteilung ergangen ist, dann gibt es mehrere Möglichkeiten den ÖNACE Code für das eigene Unternehmen zur ermitteln:

  • Webformular bei Statistik Austria
  • Webformular Unternehmens Portal
  • E-Mail an Statistik Austria:  KLMstatistik.gv.at
  • Fax an Statistik Austria: +43 (1) 71128-7053
  • Hotline Statistik Austria: +43 (1) 71128-8686 à die Hotline ist zur Zeit teilweise überlastet, daher bitte bevorzugt eine der oben genannten Kontaktmöglichkeiten verwenden!

Die Struktur der ÖNACE finden Sie in der Klassifikationsdatenbank bei Statistik Austria. Wichtig ist die Struktur der ÖNACE 2008 unter dem Punkt „Wirtschaftszweige“ zu verwenden, da dies die derzeit gültige Version der ÖNACE ist.

Wenn Sie ein „Mischbetrieb“ sind, haben Sie „mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsführers zu schätzen, welchen Anteil die der nicht betroffenen Branche zuzuordnenden Umsätze an seinem Gesamtumsatz ausmachen. Die Schätzung ist anhand von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit der Finanzverwaltung bei der Antragstellung bekanntzugeben. Die vom Antragsteller getätigten Angaben werden von der Finanzverwaltung übernommen.“ Mischbetriebe erhalten den Anteil ihres Umsatzes, der von behördlichen Schließungen betroffen ist, ersetzt (Angabe Prozentsatz).

Alle wichtigen FAQs finden Sie auf der Homepage des BMF HIER.

Die Richtlinie des BMF zum Umsatzersatz finden sie HIER

EIN TIPP: Lassen Sie sich von den ausgewiesenen ExpertInnen der WKT über die bestehenden Förderungen und Unterstützungen beraten. 

 

Kontakt Ansprechpartnerinnen :

Michaela Güttler
T +43 5 90 90 5 - 1383
F +43 5 90 905 51383
michaela.guettlerwktirol.at

Eva Maria Volgger, BSc
+43 5 90 905 1526
F +43 5 90 905 51526
eva.volggerwktirol.at

 

Kreativwirtschaftscoaching C hoch 3 - Bewerbung noch bis 15.11. möglich

C hoch 3 bietet 20 Kreativen aus Tirol noch bis 15. November bis Möglichkeit, sich für das Coachingprogramm zu bewerben. 

Die Pandemie hat bei Kreativschaffenden neue Fragen und Bedürfnisse aufgeworfen, die im Kreativwirtschaftscoaching bearbeitet werden: Wie werden Kreative für die Zukunft resilienter? Mit welchen Strategien können auch jetzt internationale Märkte erschlossen werden? Welche Änderungen bei Prozessen oder Positionierung braucht es für einen wirtschaftlichen Neustart? Wie können Kreativschaffende auf die veränderten Bedürfnisse von Kund*innen und Partner*innen reagieren? 

C hoch 3 bietet 20 Kreativen aus Tirol die Möglichkeit, ihre Geschäftsmodelle anzupassen und Ideen, die vielleicht auch aufgrund des Drucks in der Krise entstanden sind, in neue Angebote zu gießen. Ausgerichtet vom Cluster kreativland.tirol der Standortagentur Tirol. 

Bewerbungen sind bis 15.11. hier möglich: www.kreativwirtschaft.at/choch3

 

Hinter den Kulissen: Staatspreis Werbung & Design

Ausschussmitglied Bernhard Müssiggang saß in der Jury zum Staatspreis für Werbung. Hier schreibt er, wie´s war und gibt Einblicke in das Prozedere. 

Der Staatspreis für Werbung findet bekanntlich alle 2 Jahre statt, wobei „nur“ drei Kategorien der Staatspreis verliehen werden, heuer erstmalig auch ein Sonderpreis für regionale Kampagnen. Damit wollte man dem begegnen, dass große Budget starke Kampagnen kleinere oft überstrahlen. Zudem wird für Print und Film mit den Medienpartnern Krone und Puls4 auch ein Publikumspreis online ausgelobt, dessen Frist noch läuft.

Wie schon letztes Mal und bei Jurierungen schon allgemein üblich ,wurden im Vorfeld die Arbeiten auf einem Onlinetool zur Einsicht für die Jury veröffentlicht, damit wir zum einen ausreichend Gelegenheit haben uns mit den Arbeiten auseinander zu setzen und zum anderen mittels eines Punktesystems eine Vorselektion der besten Arbeiten treffen konnten.  16 Vertreter aus verschiedenen Verbänden und Institutionen waren geladen an der Diskussion teilzunehmen. 

Heuer gab es erfreulicherweise eine enorme Steigerung bei den Einreichungen, weit über 200 galt es insgesamt zu sichten, die Creme de la Creme war jedenfalls geballt vertreten. Richtig tolle Projekte, die es nicht einfach machten, das Beste daraus zu küren. In spannenden Diskussionen wurden dann in der Jurysitzung vor Ort in den einzelnen Kategorien würdige Sieger gefunden, wenngleich es immer knapp hergegangen ist.

Am 20. Oktober trafen wir dann in Wien im Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort zur Diskussion vor Ort zusammen, um die besten Arbeiten noch mal zu diskutieren und würdige Preisträger zu finden. In den regionalen Kampagnen waren auch Arbeiten aus Tirol zu finden, die sich richtig gut geschlagen haben. Die Verleihung selbst findet am 10. November statt, wird „virtuell“ stattfinden und auf Puls4 übertragen.

Weitere Infos zum Staatspreis findet ihr hier.

Foto und Text: Bernhard Müssiggang

Das kreative Schaffen und die Weiblichkeit feiern

Heidi Sutterlüty-Kathan und Beatrix Rettenbacher sind die ersten Trägerinnen des Arthur Zelger-Preises für gute Gestaltung. Wir haben sie zum Interview gebeten.

Eure Weiberwirtschaft hat den ersten Arthur Zelger-Preis erhalten. Was bedeutet diese Auszeichnung für euch?

Den Arthur Zelger Preis als erstes Büro verliehen zu bekommen, war eine große Ehre für uns. Vor allem auch deshalb, weil man sich für diesen Preis nicht bewerben kann, sondern von einer Jury ausgesucht wird. Wir konnten in dem Zusammenhang auch eine Ausstellung im Wei sraum gestalten (diese läuft noch bis zum 7.11.20) und betrachteten dafür rückblickend die eigene Arbeit: Was wollen wir herzeigen? Wo ist die Linie? Wie können wir die Ausstellung ausrichten? Unser Motto ist „Wir haben schon wieder etwas angerichtet.“ Das ist einerseits ein Bezug auf Dinge, die wir schon angerichtet haben, andrerseits eine Aufforderung an alle Frauen, mehr anzurichten. Im Zentrum der Ausstellung gibt es einen Altar, der das kreative Schaffen und die Weiblichkeit feiert.

Wie wichtig sind Preise wie der neue Zelger-Preis für die heimische Kreativlandschaft eurer Meinung nach?

Sehr wichtig. Der Preis zeigt, es gibt eine lebendige Designszene in Tirol. Wir sind nicht ausschließlich ein Berg- und Tourismusland. Mit einem Gestaltungs-Preis wird der Fokus auf das Thema Design gelegt, das weltweit eine immer wichtigere Rolle spielt. Immerhin fängt gutes Design nicht bei der Werbung an und hört bei der Form des Handys auf. Design kann auch unterhalten, Menschen zum Lachen und zum Nachdenken bringen.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass jemand eure Weiberwirtschaft noch nicht kennen sollte – was zeichnet euch aus? Was macht ihr anders als andere? 

Unsere Arbeit ist immer von einem starken konzeptionellen Ansatz geprägt, die reduzierte Ästhetik gibt der Idee Raum und das weibliche Selbstverständnis wird augenzwinkernd eingewoben. Ein zentraler Aspekt ist auch das Analoge, Handgemachte. Oft sind ´wir unsere eigenen Illustratorinnen, sticken Schriftzüge auf Papier und zeichnen. Es ist schön, dass sich diese direkte, analoge Herangehensweise auch ins Digitale hinüberretten lässt. Zum Beispiel handgezeichnete Illustrationen auf Webseite.

Seit 20 Jahren seid ihr Teil der Tiroler Agenturszene. Welche Trends und Entwicklungen konntet ihr beobachten? 

Grundsätzlich hat sich in den letzten 20 Jahren sehr viel getan. Tirol ist sicher gestalterisch gewachsen und anspruchsvoller geworden. Junge Büros fallen mit sehr guten Arbeiten auf – im digitalen aber auch im analogen Bereich. Im Wei sraum, wo sich die heimische Szene trifft, findet Austausch untereinander und mit Leuten aus der Grafik-Szene aus ganz Europa statt. Das ist sehr wichtig. Allerdings wird das Klima nicht nur in der Wirtschaft rauer, sondern auch im  Kreativ-Bereich. Freche und mutige Kampagnen durchzubringen wird nicht unbedingt leichter. Um ungewöhnliche Ideen und Aufträge realisieren zu können, sind wir auf Kundinnen und Kunden angewiesen, die uns vertrauen. Zusätzlich gilt es Räume zu schaffen, in denen wir uns gestalterisch und inhaltlich frei bewegen können. Das ist wichtig, damit uns die Freude an diesem Beruf, auch in schwierigen Zeiten, erhalten bleibt.

Foto: Tirol Werbung/Franz Oss

Konstituierende Sitzung bestätigt Vorstand

Am 16. September 2020 fand die konstituierende Ausschusssitzung der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation statt. Neben der Wahl des Vorstandes stand auch der Rechnungsvoranschlag für 2021, sowie ein Ausblick auf die geplanten Aktivitäten und Engagements der Fachgruppe auf der Tagesordnung.

Tom Jank bleibt Fachgruppenobmann

Tom Jank ist der „neue alte“ Fachgruppenobmann der Tiroler Werber. Flankiert von Thomas Pichler und Michael Zechmann als Obmannstellvertreter wird er sich in den kommenden fünf Jahren für die Belange der Fachgruppe verantwortlich zeigen. Der Vorstand durfte sich über eine einstimmige Wiederwahl freuen. Neu im Ausschuss sind Claudia Grauss und Stefan Gleinser.

Rechnungsvoranschlag 2021

Aufgrund der aktuellen Situation verfolgt der FGA in Sachen Grundumlage eine proaktive Strategie. Demgemäß soll der derzeitige Betrag von 125 € jährlich weiterhin die Basis für die Entwicklung der Schwerpunkthemen Bildung, kreativland. tirol sowie konkreter Maßnahmen für die Branche sein. Aufgrund der aktuellen Situation und schwer einschätzbare Entwicklungen rechnet die Fachgruppe für 2021 mit einen Abgang in der Höhe von € 11.530,-. Mitglieder können bei Interesse einzelne Positionen und Belege bei der WKT/Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation gerne einsehen. 

Vereinsmitgliedschaften

Die Fortführung der laufenden Mitgliedschaften beim Schutzverband gegen unlauteren Wettbewerb, dem österreichischen Werberat sowie der HTL Bau und Kunst fanden die Zustimmung des Ausschusses. Mit letzterer wird eine noch engere Zusammenarbeit angestrebt, um das Bildungsangebot in Tirol weiter auszubauen und zu verbessern.

Kreativland, WDA, COVID und Co.

Unter dem letzten Tagesordnungspunkt berichtete Tom Jank, dass außer den Themen kreativland.tirol, WDA-Next und gezielten COVID-Themen auch an einer Haftpflichtversicherung für Werbeagenturen gearbeitet wird. Zudem wurde noch einmal darauf hingewiesen, dass die aktuellen COVID-Vorschriften für Dienstleistungsbetriebe mit Kundenkontakt auch für Werbeagenturen gelten. 

Tirol soll zum Kreativland werden

Wie so vielem anderen auch, machte COVID-19 dem ursprünglich geplanten Präsentationstermin im März einen Strich durch die Rechnung. Am Dienstag, den 28.07.2020 war es dann aber soweit: Die kreativland.tirol-Projektleitung und die Initiatoren stellten im WEI SRAUM und via Facebook-Livestream das Konzept der Öffentlichkeit vor. Der Grundtenor lautet: Tirol soll und muss ein Kreativland im wahrsten Sinne des Wortes werden. 

Tirol als Ökosystem für Kreativität

KLT-Projektleiterin Stefanie Höllinger (Standortagentur Tirol), sowie die kreativland.tirol-Initiatoren Tom Jank (Fachgruppenobmann der Fachgruppe Werbung & Marktkommunikation Tirol) und Kurt Höretzeder (WEI SRAUM) präsentierten die Intentionen, Ziele und erste Projekte. Der neu gegründete „Cluster kreativland.tirol“ hat das Ziel, die Kreativwirtschaftsbranche bestmöglich zu vernetzen und gemeinsame Potenziale zu nutzen. Denn der Druck auf Unternehmen, immer innovativer zu werden, bedingt professionelle Kreativprozesse und die Wertschätzung kreativer Leistungen. Tom Jank: „Die Kreativwirtschaft ist ein unverzichtbarer Impulsgeber für Wirtschaft und Gesellschaft im Land.  Tirols Kreativlandschaft hinkt bis dato im Österreich-Vergleich hinterher. Das kreativland.tirol soll und muss das ändern, unsere Vision ist es, ein Ökosystem der Kreativität zu schaffen. “

Vier Säulen. Eine kreative Vision.

Erreicht werden soll dies durch vier Leitprojekte: Kreativpakt, Kreativhub, Kreativfestival und Kreativquartier(e). Der Kreativhub versteht sich als zentrale Anlaufstelle, die ab Jänner 2022 die Umsetzung aller Maßnahmen steuern soll, als Vorbilder dienen dabei Strukturen wie die Creative Region Linz & Upper Austria, departure in Wien oder Creative Industries Styria in der Steiermark. Als offizielle „Geburtsstunde“ für diese zentrale Tiroler Kreativagentur wurde der Jänner 2022 ins Auge gefasst. 

Die so genannten Kreativquartiere forcieren die Etablierung einer kreativen Denk- und Arbeitskultur auch und besonders im ländlichen Bereich. Kurt Höretzeder: „Das kreativland.tirol soll bis in die hintersten Täler getragen werden.“

Als dritter Fixstern steht ein Kreativfestival als Impulsgeber für Kreativität im gesamten Alpenraum. Als Vorbild nennt Tom Jank etwa die Vienna Design Week. Die Initiatoren streben an, das gesamte Land Tirol mit diesem Festival zu bespielen und es abwechselnd mit dem Landeswerbepreis „Tirolissimo“ alle zwei Jahre stattfinden zu lassen. 

Last but not least bildet der so genannte Kreativpakt einen zentralen Punkt des Netzwerkes, der als crossmediale Initiative Kreative wie Wirtschaftstreibende aufruft, sich für mehr Wertschätzung, Sichtbarkeit und Bedeutung der heimischen Kreativlandschaft einzusetzen. Mit allen Kräften. Denn gerade jetzt werden Innovations- und Transformationskräfte gebraucht wie nie zuvor. 

Cluster-Leiterin Stefanie Höllinger: „Tirol steckt voller kraftvoller und kreativer Ideen. Mit dem Cluster kreativland.tirol können wir diese gezielt bündeln und sowohl für die Unternehmen als auch für den Wirtschafts- und Lebensraum Tirol vorantreiben.“ Das kreativland.tirol kann in den nächsten eineinhalb Jahren auf ein Budget von 250.000 Euro zugreifen, die Gelder kommen von der Standortagentur Tirol und der Wirtschaftskammer Tirol.

Die Liveübertragung der gesamten Veranstaltung gibt’s hier als Video zum Nachschauen. 

Foto: Standortagentur Tirol