Tirols beste Ideen und ihre Macher - Tirolissimo 2018

Unter dem bissigen Motto „Fällt euch nichts Besseres ein!“ setzte der diesjährige Tirolissimo auch ein Plädoyer für mehr Wertschätzung kreativer Leistungen. Wie ideenstark Tirols Kommunikationsprofis sind, zeigte die Galanacht am 30. Oktober 2018 in der Dogana/Congress Innsbruck, bei der die besten Einfälle in 22 Kategorien mit einer Trophäe belohnt wurden.

Jedes Jahr prämiert der Tiroler Landespreis für Werbung, der von der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer Tirol verliehen wird, die besten Ideen des Jahres. Insgesamt 95 Agenturen und Vertreter der Tiroler Kreativwirtschaft schickten 270 Einreichungen ins Rennen um die begehrten Tirolissimo-Trophäen 2018. Unter der Präsidentschaft von Christian Gosch, Serviceplan Wien,kamen am Jury-Tag 12 hochkarätige Werbefachleute zusammen,um die Einreichungen zu bewerten und die Tirolissimo-Sieger 2018 in 22 Kategorien zu ermitteln. Die begehrte Shortlist mit allen 70 Nominierten wurde, wie im letzten Jahr, per Livestream auf Facebook verkündet – moderiert von Life-Radio-Lady Kathi Hager.

Trophäen & Freudentränen 

Auch heuer gipfelte der Tirolissimo in einer glamourösen Galanacht in den edlen Gemäuern der Dogana Innsbruck, bei der die stolzen Preisträger ihre Trophäen live auf der Bühne entgegennahmen. Über 600 Gäste ließen sich das Kreativspektakel nicht entgehen – darunter die kreativen Köpfe des Abends, mutige Auftraggeber und Verfechter starker Ideen. Moderator Stefan Lenglinger führte locker und souverän durch den Abend, Kathi Hager von LifeRadio Tirol moderierte die Gala im Facebook Livestream. „Tirols Kreativszene ist breit aufgestellt – das zeigten auch die zahlreichen Newcomer, die heuer verdientermaßen abgeräumt haben. Besonders erfreulich: In vielen Kategorien ist ein deutlicher Qualitätsanstieg zu verzeichnen, hier nähern wir uns dem internationalen Level“, lobte Tom Jank
, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation. Alle SiegerInnen 2018 auf www.tirolissimo.at

Tirol Werbung schreibt Wettbewerb für die grafisch-visuelle Bespielung der neuen „Tirol-Portale“ aus.

Die Tirol Werbung/Marke Tirol Management schreibt einen Wettbewerb für die grafisch-visuelle Bespielung der neuen „Tirol-Portale“ aus. Diese großflächigen Präsentationslemente an 14 Verkehrsknotenpunkten in unmittelbarer Grenznähe sollen zu besonderen Kommunikationsflächen werden und mit bildlichen, grafischen und textlichen Mitteln ein zeitgemäßes, facettenreiches Selbstbild Tirols vermitteln.

Der Wettbewerb wird in zwei Stufen ausgerichtet: Der Call-for-entries als offenes Bewerbungsverfahren dient dazu, aus dem Kreis der Interessenten die zehn vielversprechendsten Bewerberinnen und Bewerber auszuwählen. Besonders interessant: Beim Call-for-entries sind KEINE kreative Leistungen zu erbringen. Die Entscheidung darüber, wer schließlich zu dem Gestaltungs- und Ideenwettbewerb der neuen „Tirol-Portale“ eingeladen wird, erfolgt durch eine Jury auf Grundlage des Bewerbungs-Portfolios. Selbstverständlich erwarten alle geladenen Teilnehmer der Platzierung entsprechende Preisgelder bzw. Abschlagshonorare.

Der Gestaltungs- und Ideenwettbewerb wird vom Marke Tirol Management unter Begleitung durch »WEI SRAUM. Designforum Tirol« durchgeführt.

Detaillierte Infos und Kontakte finden Sie hier. 

Der Tirolissimo Junior Award bringt's

78 junge Kreative haben sich am 29. September beim Tirolissimo Junior Award dem kreativen Wettbewerb gestellt. Das Thema: „Coding4Kids“. Der Nachwuchsbewerb des Tiroler Landespreises für Werbung erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Heuer haben so viele teilgenommen wie nie zuvor. Vorjahressieger Noah Weiss erzählt im Interview mit Fachgruppenobmann Tom Jank über deine Erfahrungen und meint: „Nächstes Jahr unbedingt mitmachen!“ Die Gewinner des heurigen Junior Awards werden am 8. Oktober 2018 bekannt gegeben. 

Teilnehmerrekord beim Tirolissimo Junior Award

„Da fällt uns nichts mehr ein!“ meint Günther Eder, der sich mit seinen Wilden Kaisern für die Ausrichtung des Tirolissimo 2018 verantwortlich zeichnet. In Anlehnung an das heurige Motto „Fällt euch nichts besseres ein!“ zeigen sich Eder und sein Team begeistert über Teilnehmerrekord beim Nachwuchswettbewerb des Tiroler Landespreises für Werbung. Sage und schreibe 78 junge Kreative – eingeteilt in 32 Teams – haben sich am vergangenen Freitag der kreativen Herausforderung in der Messehalle Innsbruck gestellt. „Das sind so viele wie nie zuvor“, bestätigt auch Tom Jank, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation. Die Fachgruppe und das Digi-Sommercamp „Coding4Kids“ der WKO waren dieses Jahr tonangebend im Jugendwettbewerb. Die Teilnehmer bekamen die Aufgabe „Coding4Kids“ kreativ in Szene zu setzen. Die Gewinner werden im Rahmen der großen Tirolissimo-Gala am 30. Oktober im Congress Innsbruck gekürt.

Einladung zur Ausschusssitzung

Die nächste Ausschusssitzung der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation findet am Dienstag, 18.09.2018 um 17.00 Uhr in Wirtschaftskammer Tirol, Wilhelm-Greil-Straße 7, 6020 Innsbruck, Parterre, Zi. M018, statt.

Tagesordnungspunkte der Aussschussitzung am 18.09.2018: 

  1. Begrüßung und Eröffnung
  2. Feststellung der Beschlussfähigkeit und Genehmigung der Tagesordnung
  3. Kreativland Tirol – UPDATE
  4. Tirolissimo-Manager (digitaler Projektplan)
  5. Tirolissimo 2018
  6. Voranschlag 2019
  7. Mitgliedschaft Schutzverband
  8. Allfälliges

Impressum und Offenlegung sind zwei Paar Schuhe

In der Praxis oft miteinander vermischt, sind das Impressum und die Offenlegung zwei unterschiedliche Dinge. Das Impressum ist im § 24 des Mediengesetzes geregelt, die Offenlegung im § 25.

(1) Auf jedem Medienwerk sind der Name oder die Firma des Medieninhabers und des Herstellers sowie der Verlags- und der Herstellungsort anzugeben. 
Damit wird festgehalten, dass in jedem Druckwerk, vom Flyer, über das Plakat bis zum Geschäftsbericht, diese Angaben enthalten sein müssen.

(2) Auf jedem periodischen Medienwerk (mindestens viermaliges Erscheinen pro Kalenderjahr) sind zusätzlich die Anschrift des Medieninhabers und der Redaktion des Medienunternehmens sowie Name und Anschrift des Herausgebers anzugeben. Enthält ein periodisches Medienwerk ein Inhaltsverzeichnis, so ist darin auch anzugeben, an welcher Stelle sich das Impressum befindet.

(3) In jedem wiederkehrenden elektronischen Medium (z.B. Rundfunk, Website, regelmäßiger Newsletter) sind der Name oder die Firma sowie die Anschrift des Medieninhabers und des Herausgebers anzugeben.

(4) Die Pflicht zur Veröffentlichung trifft den Medieninhaber. Handelt es sich bei dem Medieninhaber um einen Diensteanbieter im Sinne des § 3 Z 2 E-Commerce-Gesetzes ECG, BGBl. I Nr. 152/2001 (zB Online-Shops, Hostprovider wie GMX), so können die Angaben zum Impressum gemeinsam mit den Angaben zu § 5 ECG zur Verfügung gestellt werden.

Ein Praxisbeispiel für das Impressum eines Folders gibt es hier. 

Info: Lehrberuf Medienfachmann/Medienfachfrau

Der Lehrberuf Medienfachmann/frau wird reformiert. Die neue Lehrausbildung kann mit Beginn des Schuljahres 2018/19 beginnen. Wir haben die wichtigsten Fakten zusammengefasst.

Anfang Juli 2017 wurde das Konzept zur Reform der Lehrberufe im Bereich Werbung und Marktkommunikation offiziell im sozialpartnerschaftlich besetzen Berufsausbildungsbeirat beschlossen. Vertreter des Wirtschaftsministeriums und der Arbeitsgeber- und der Arbeitnehmerseite haben darüber eine politische Einigung erzielt. Das Wirtschaftsministerium hat nunmehr rückwirkend mit 1. Juni 2018 den Lehrberuf offiziell erlassen. Damit kann die neue Lehrausbildung ab Beginn des Schuljahrs 2018/19 starten. 

Der neureformierte Lehrberuf „Medienfachmann/Medienfachfrau“ wurde s als Schwerpunktlehrberuf mit folgenden vier Schwerpunkten eingerichtet: 

  1. Web Development & audiovisuelle Medien (Audio, Video und Animation)
  2. Grafik, Print, Publishing, audiovisuelle Medien (Audio, Video und Animation)
  3. Online Marketing
  4. Agenturdienstleistungen

Das  Unterrichtsministerium hat ebenfalls die entsprechende Anpassung der Lehrpläne für diesen neuen Lehrberuf durchgeführt. Mit der entsprechenden Erlassung der Verordnung werden zeitgleich mit der Ausbildungsordnung die neuen Lehrpläne mit dem Schuljahr 2018/19 in Kraft treten. Zur Unterstützung der Ausbilder in den Betrieben, der Lehrer in den Berufsschulen und der Lehrlinge kann jetzt nach offiziellem Inkrafttreten der entsprechenden Ausbildungsverordnung und der neuen Lehrpläne die Erstellung eines Ausbildungsleitfadens für den neuen Lehrberuf Medienfachmann/-frau bei einem anerkannten Bildungsinstitut beauftragt werden. Das Bundesministerium für Digitales und Wirtschaftsstandort hat dafür die grundsätzliche Zusage gegeben, die Kosten dafür zu 100 % zu tragen. Sämtliche Ausbildungsleitfäden werden auf einer eigens eingerichteten Website www.qualitaet-lehre.at veröffentlicht.

Der Leitfaden für den Lehrberuf Medienfachmann/-frau wird inhaltlich folgende Punkte umfassen: 

  • Analyse des neuen Lehrberufs
  • Erstellung einer allgemeinen Info sowie detaillierter Infos für die 4 Schwerpunkte
  • Ausarbeitung von praxisgerechten Erläuterungen
  • Ausarbeitung von Ausbildertipps
  • Entwicklung von Best-Practice Beispielen 

Weiterführende Infos sind auf der Website der Wirtschaftskammer Österreich, Werbung und Marktkommunikation zu finden. 

Foto: WKÖ

 

Die Tellerrandguckerin

Die Innsbrucker Grafikerin Helene Clara Gamper sorgt mit einer außergewöhnlichen Geschäftsidee für Furore. In ihrem Onlineshop verkauft sie Grafikdesignleistungen. 

Da staunten wir in der werbungtirol.at-Redaktion nicht schlecht, als vor einigen Tagen ein E-Mail in unserem Postfach landete. Darin stand: „Hallo, ich hätte da etwas, das es so in dieser Form noch nicht gibt: Einen Online-Shop für Design-Dienstleistungen, der letzte Woche online gegangen ist. Vielleicht wäre das für euren Newsbereich interessant?“ Das war es allerdings. Also griffen wir zum Telefon und unterhielten uns mit Helene Clara Gamper über ihr mutiges Projekt. Hier könnt ihr das Gespräch nachlesen: 

 

werbungtirol.at: Provokant gefragt - wer braucht einen Onlineshop für Grafikdienstleistungen? 

Helene: Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass der Weg von der Suche nach einem passenden Grafiker bis zur Auftragserteilung für den Kunden oft sehr zeitaufwändig und mühsam sein kann. Ich wollte diese Hürde bei Seite schaffen. Das ist der Grundgedanke hinter meinem Konzept. Ansprechen möchte ich primär KMU, Start-Ups aber auch Content-Marketing Agenturen, da diese einen immer größeren Bedarf an Infografiken haben. Letztere sind eines meiner Steckenpferde. 

 

werbungtirol.at: Welche Leistungen bietest du in deinem Shop konkret an? 

Helene: Es gibt drei Produktkategorien. Social Media-Design, Stundenkontingente und Infografiken „light“ - hier arbeite ich ausschließlich mit vor mir selbst erstellten Infografik-Vorlagen. Diese Dinge lassen sich gut standardisiert anbieten. Für alles andere muss man mich nach wie vor ganz normal anfragen.

  

werbungtirol.at: Wie kam es von der Idee zur Realisation? 

Helene: Ich habe über einen Newsletter der Wirtschaftskammer von der Digitalisierungskampagne erfahren und wurde neugierig. Besonders die Potentialanalyse hat mich interessiert. Also kam ich dann in Kontakt mit Oliver Feldkircher von DigiPULS. Das Resultat der Beratung war ein fertiges Konzept für meinen Onlineshop. Das war im Februar. Vor kurzem ging er dann online. 

 

werbungtirol.at: Wie reagieren die Mitbewerber bis dato auf deine Idee? 

Helene: Da ich preislich sicherlich im Mittelfeld liege und auf keinen Fall mit Schleuderpreisen auf den Markt gehen will, erwarte ich zumindest hier keine große Reaktion. Was aber die Idee selbst angeht, hoffe ich doch, dass ich für den einen oder anderen Denkanstoß sorgen kann. Denn man darf sich nie auf seinen Lorbeeren ausruhen und sollte immer einen Schritt voraus sein, gerade in unserer Branche und gerade in digitalen Zeiten. Denn die weltweite Vernetzung sorgt dafür, dass nicht nur Tiroler Agenturen zu meinen Mitbewerbern gehören, sondern eigentlich jeder Grafiker in jedem erdenklichen Land. Das schafft auf der anderen Seite wieder Chancen, ich selbst durfte zum Beispiel schon für Kunden in London, USA und Australien arbeiten. Über den Tellerrand zu gucken, ist mir sehr wichtig. 

 

werbungtirol.at: Welchen Output erhoffst du dir? 

Helene: Auf der einen Seite natürlich eine Umsatzsteigerung. Auf der anderen Seite ist mir der Innovationsgedanke ein großes Anliegen. Und nicht zuletzt soll die Wahrnehmung für den Wert von Grafikdienstleistungen gesteigert werden. 

  

Mehr zu Helene Clara Gamper und ihrem Onlineshop auf Ihrer Website. 

In unserer Serie "Aus den Agenturen" lassen wir hier einmal pro Monat kreative Köpfe zu Wort kommen. In Interviews und Reportagen zeigen wir, was Tirols Werber bewegt. Erzählt uns eure Geschichte: redaktionwerbungtirol.at